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Erste Wiener Technikgespräche an der FH Technikum Wien

06.06.2013 von FH Technikum Wien

Unter dem Motto „Mehr Raum für Technik“ präsentierten und diskutierten ExpertInnen neueste Technologiethemen.

„Mehr Raum für Technik“ heißt es ab sofort an der FH Technikum Wien, die am 4. und 5. Juni 2013 ihr zweites FH-Gebäude am Hauptstandort Höchstädtplatz feierlich eröffnet hat. „Mehr Raum für Technik“ war auch das Motto der ersten Wiener Technikgespräche an der FH Technikum Wien, die gestern im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten stattgefunden haben.

Acht ExpertInnen präsentierten in Kurzvorträgen die neuesten Ergebnisse zu aktuellen Forschungsthemen, die allesamt der Frage nachgingen, wie viel Raum Technik in unserer heutigen Gesellschaft bereits einnimmt. Keynote-Speaker Mag. Georg Kapsch, Präsident der Österreichischen Industriellenvereinigung, betonte in seinem Eröffnungsstatement besonders die Notwendigkeit von kooperativen Zusammenschlüssen von Wirtschaft und Wissenschaft.

„Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft intensiviert“
Mag. Georg Kapsch ging als Keynote-Speaker auf die kooperative Forschung ein: „In den vergangenen Jahren wurde in Österreich die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft nachhaltig intensiviert. Daher freut es mich besonders, dass im Mai 2013 an der Fachhochschule Technikum Wien das erste Josef Ressel-Zentrum eröffnet wurde.“ Josef Ressel Zentren sind geförderte Forschungslabors an Fachhochschulen in Kooperation mit Unternehmen. Gefördert werden sie vom Wirtschaftsministerium, vergeben von der Christian Doppler Forschungsgesellschaft.

„Erste Wiener Technikgespräche zeigen Vielfalt der Lehre & Forschung“
Der Rektor der FH Technikum Wien, FH-Prof. DI Dr. Fritz Schmöllebeck, betonte in seinem Begrüßungsstatement besonders die thematische Vielfalt der Wiener Technikgespräche. „Die Themen zeigen in eindrucksvoller Weise, wie vielfältig Technik inzwischen generell und insbesondere auch an unserer Hochschule ist. Es freut mich daher sehr, dass wir für die Wiener Technikgesprächen sowohl internen als auch externe ExpertInnen gewinnen konnten, die mit ihrer Forschungstätigkeit genau diese Vielfalt widerspiegeln.“

„Die Industrie steht vor der vierten industriellen Revolution“
Ao. Univ-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Kurt Matyas von der TU Wien ging in seinem Vortrag auf die Veränderungen der Industrieproduktion ein. „In der Industrie 4.0. kommunizieren drahtlose Systeme untereinander und sind mit dem Internet verbunden“, erklärte Matyas. In der Produktion entstehen dadurch Cyber-Physical Production Systems (CPPS), die eigenständig Informationen austauschen und Aktionen auslösen und damit die Produktion vollkommen revolutionieren.
Der Vortrag steht unter www.technikum-wien.at/wrt_matyas zum Download zur Verfügung.

„Verkehrstelematik technologisiert den Zwischenraum“
FH-Prof. DI Mag. Emil Simeonov, Leiter des Master-Studiengangs Intelligent Transport Systems, sprach über intelligente Mobilität. „Intelligente Transportsysteme nutzen den bereits verbauten Zwischenraum aus Straßen und Schienen und sie ordnen den nicht so verbauten Raum in der Luft- und Schifffahrt virtuellen Straßen zu“, so Simeonov. Hier kommt dann die Verkehrstelematik ins Spiel, um diesen Zwischenraum technologisch in den Griff zu bekommen.
Der Vortrag steht unter www.technikum-wien.at/wrt_simeonov zum Download zur Verfügung.

„Ambient Assisted Living ermöglicht selbständiges Leben im Alter“
Ein gesellschaftspolitisch brisantes Thema beleuchtete DI Dr. Michaela Fritz vom Austrian Institute of Technology: die Überalterung der Bevölkerung. „Ambient Assisted Living (AAL) ermöglicht, so lange als möglich selbständig und aktiv zu blieben. Das AIT arbeitet bereits seit Jahren an Software-Plattformen und Schnittstellen, die Unregelmäßigkeiten in Verhaltensmuster erkennen und dann Alarm schlagen. AAL-Technologien können daher auch z.B. bei Alzheimer-PatientInnen Erleichterung bringen“, berichtete Michaela Fritz.
Der Vortrag steht unter www.technikum-wien.at/wrt_fritz zum Download zur Verfügung.

„Intelligenz in den eigenen vier Wänden“
Wenn es um Ambient Assisted Living geht, dann sind auch „Smart Homes“ nicht weit: Mag. DI Friedrich Praus widmete seinen Vortrag diesem Thema. Er ist Stiftungsprofessor am Institut für Embedded Systems an der FH Technikum Wien. „Wir beschäftigen uns bereits seit Jahren mit dem Thema, derzeit beispielsweise im Zuge des geförderten Projektes „moduLAAr“. Dabei wird an der technologischen Umsetzung eines intelligenten Smart Homes in bereits bestehenden Wohnungen und Neubauten geforscht.“
Der Vortrag steht unter www.technikum-wien.at/wrt_praus zum Download zur Verfügung.

„Die Datenflut managen“
DI Dr. Gerd Hesina, Senior Researcher beim Zentrum für Virtual Reality und Visualisierung Forschungs-GmbH, zeigte in seinem Vortrag Lösungsansätze für den Umgang mit enormen Datenmengen. „Visual Computing, die Visualisierung mittels computergrafischer Methoden, versteht sich als Antwort auf den ständig wachsenden Informationsfluss. Ziel ist es, Wissen verständlich darzustellen und damit Entscheidungen zu erleichtern“, so Gerd Hesina.
Der Vortrag steht unter www.technikum-wien.at/wrt_hesina zum Download zur Verfügung.

„Gesundheit als individuelle Wahrnehmung“
Um eHealth ging es im Vortrag von FH-Prof. DI Dr. Stefan Sauermann, Leiter des Master-Studiengangs Biomedical Engineering Sciences an der FH Technikum Wien. „Crowed Sourced Healthcare arbeitet am Begriff der Gesundheit als individuelle Wahrnehmung. Wenn klare Informationen mit Hilfe von eHealth-Lösungen zur Verfügung stehen, dann wählen Individuen aktive „gesunde“ Möglichkeiten aus“, ist Stefan Sauermann überzeugt.
Der Vortrag steht unter www.technikum-wien.at/wrt_sauermann zum Download zur Verfügung.

„Zellen zum Heilen anstoßen“
Dr. Wolfgang Schaden, Oberarzt am UKH Meidling, stellte die Stoßwellentherapie als Behandlungsmethode für Entzündungen vor. „Stoßwellen lösen eine biologische Antwort im behandelten Gewebe aus, ohne dabei Schäden zu verursachen. Neueste Studien zeigen, dass mit Stoßwellen behandeltes Gewebe Substanzen freisetzt, die körpereigene Stammzellen anlocken. Damit scheint es möglich, die Regeneration des betroffenen Gewebes zu erzielen“, so Wolfgang Schaden.
Der Vortrag steht unter www.technikum-wien.at/wrt_schaden zum Download zur Verfügung.

„Trend hin zu Erneuerbaren Technologien“
Abgeschlossen wurden die ersten Wiener Technikgespräche mit der Herausforderung Energiewende. DI Peter Franz, Leiter des Bachelor-Studiengangs Urbane Erneuerbare Energietechnologien, betonte dabei, dass ein Umdenken notwendig sein wird, um die Hürde Energiewende zu nehmen. „Die Energiewende in der Europäischen Union zeigt seit einigen Jahren deutliche Trends hin zu Erneuerbaren Energien. Im Jahr 2012 kamen 70 % der installierten elektrischen Leistungen von erneuerbaren Technologien“, berichtete Peter Franz.
Der Vortrag steht unter www.technikum-wien.at/wrt_franz zum Download zur Verfügung.

Wiener Technikgespräche 2013
An den ersten Wiener Technikgesprächen an der FH Technikum Wien nahmen rd. 150 Personen teil, darunter VertreterInnen aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie Lehrende, Studierende und AbsolventInnen der Fachhochschule. Ziel der Veranstaltung war es, unter dem Motto „Mehr Raum für Technik“ ein breites Spektrum an aktuellen Forschungs- und Technologiethemen, mit denen sich u.a. auch die FH Technikum Wien beschäftigt, aufzugreifen, zu präsentieren und darüber zu diskutieren. Moderiert wurde die Veranstaltung von Susanne Pöchacker.

Fachhochschule Technikum Wien
Mit bisher knapp 6 000 AbsolventInnen und derzeit mehr als 3 000 Studierenden sowie 11 Bachelor- und 17 Master-Studiengängen ist die FH Technikum Wien Österreichs größte rein technische Fachhochschule. Das wissenschaftlich fundierte und gleichzeitig praxisnahe Studienangebot ist überaus vielfältig. Die Studiengänge werden in Vollzeit- und/oder berufsbegleitender Form sowie als Fernstudium angeboten. Neben einer qualitativ hochwertigen technischen Ausbildung wird an der FH Technikum Wien auch großer Wert auf Sprachausbildung sowie wirtschaftliche und persönlichkeitsbildende Fächer gelegt. Sehr gute Kontakte zu Wirtschaft und Industrie eröffnen den Studierenden bzw. AbsolventInnen beste Karrierechancen. Die FH Technikum Wien wurde 1994 gegründet und erhielt im Jahr 2000 als erste Wiener Einrichtung Fachhochschulstatus. Sie ist ein Netzwerkpartner des FEEI – Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI).

Mag. (FH) Jürgen Leidinger
Unternehmenskommunikation
Fachhochschule Technikum Wien
Höchstädtplatz 6, 1200 Wien
T: +43 1 333 40 77-454,juergen.leidinger@technikum-wien.at
www.technikum-wien.at

(Bildtext: Wiener Technikgespräche 2013 – Ing. Dr. Michael WÜRDINGER, Geschäftsführer der FH Technikum Wien, Mag. Georg KAPSCH, Präsident der Österreichischen Industriellenvereinigung und CEO der Kapsch Group, Dr. Lothar ROITNER, Obmann der FH Technikum Wien und Geschäftsführer des FEEI – Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie, FH-Prof. DI Dr. Fritz SCHMÖLLEBECK, Rektor der FH Technikum Wien. Credit: Alek Kawka, 2013).

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