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AUSTROMED zur Hüftprothesen-Diskussion in Oberösterreich

25.03.2013 von AUSTROMED

AUSTROMED forderte bereits 2012 - weg vom Billigstbieterdenken, hin zur optimalen Versorgung für alle und verstärktes Qualitätsdenken im Sinne der Patientensicherheit

Auf das Problem, das gegenwärtig in Oberösterreich diskutiert wird - lt. Medienberichten hat der Spitalsbetreiber gespag Krankenhäusern die Vorgabe erteilt, bei Hüftprothesen zu sparen -, hat AUSTROMED (Interessensvertretung der Medizinprodukte-Unternehmen Österreichs) bereits im Herbst 2012 aufmerksam gemacht: So forderte die AUSTROMED, weg vom Billigstbieterdenken, denn der Billigstbieter ist in den wenigsten Fällen auch der Bestbieter. "Der Preis darf dabei nur eine Komponente sein, aber nicht die wichtigste!", so Mag. Friedrich Thomasberger (Präsident AUSTROMED). Eine Forderung von AUSTROMED ist deshalb auch, Qualitätskriterien als verpflichtende Zuschlagskriterien bei öffentlichen Ausschreibungen gesetzlich zu verankern.

Neben dem Produkt an sich sind in diesem Zusammenhang auch die Zusatzleistungen der Medizinprodukte-Branche für eine erfolgreiche Behandlung entscheidend. In Österreich sind gerade diese Leistungen von großer Bedeutung", erklärt Thomasberger. Man stelle sich vor, dass eine Hüftprothese erforderlich ist, das Klinikpersonal jedoch nicht ausreichend geschult wurde, um diese patientensicher einzusetzen. Ein solches Szenario durch Billigprodukte wollen wir uns in Österreich nicht vorstellen. Heimische Medizinprodukte-Unternehmen bieten neben der reinen Warenlieferung laufend Schulungen, Beratungen und Einweisungen für die jeweiligen Produkte, die weit über die Verpflichtung des Medizinprodukte-Gesetzes (MPG) hinausgehen.

"Es geht um die bestmögliche Qualität der Gesundheitsversorgung unter Wahrung der menschlichen Würde und der Wahlfreiheit jedes einzelnen. Um die kostengünstige und kontinuierliche Versorgung mit Gütern und Diensten für jeden Patienten zu gewährleisten, müssen die verfügbaren finanziellen Mittel nicht nur effektiv, sondern auch effizient eingesetzt werden. Mit Monopolstellungen von Billigstbietern wird dieses Ziel nicht erreicht werden. Die Folgekosten für das System sind unabsehbar", so Thomasberger.
Nach Meinung von AUSTROMED ist die Diskussion in Oberösterreich ein erster Vorbote der Gesundheitsreform. Denn wenn Ausgabenobergrenzen exekutiert werden und gleichzeitig die Demografie die Fallzahlen erhöht, wird bei der Qualität gespart werden. Daher fordert AUSTROMED nach wie vor ein Abgehen von Ausgabenobergrenzen und die Einführung einer bedarfsgerechten Angebotsplanung.

Rückfragehinweis:
Mag. Gracia Geisler,
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
AUSTROMED - Interessensvertretung der Medizinprodukte-Unternehmen
+ 43 1 877 70 12-13, gracia.geisler@austromed.org

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