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Zertifizierungsfeier für das Brustgesundheitszentrum am LKH Leoben

11.02.2013 von Steierm

Qualität, die Patientinnen Vertrauen gibt

Eine weitere hohe Qualitätsauszeichnung kann nun das LKH Leoben vorweisen. Nach der Zertifizierung des Institutes für Medizinische Radiologie und Diagnostik 2008 wurde nun auch die organisatorische Struktur des Brustgesundheitszentrums akribisch überprüft und die hohe Qualität in Form eines Zertifikates bestätigt. Damit können die obersteirischen Patientinnen sicher sein, dass sie in einem optimierten Umfeld auf hohem internationalen Niveau betreut werden.

In der langfristigen Planung wurde das LKH Leoben schwerpunktmäßig für die Versorgung krebskranker PatientInnen weiterentwickelt. An allen operativen Abteilungen (Chirurgie, Gynäkologie, HNO, Urologie) wurde eine Spezialisierung in diese Richtung vorangetrieben. Ein wichtiger Meilenstein auf dem eingeschlagenen Weg war die Etablierung eines Departments für Hämato-Onkologie im Rahmen einer Neustrukturierung der Abteilung für Innere Medizin.

Auch die diagnostischen Möglichkeiten im Bereich Radiologie und Pathologie wurden in diese Stoßrichtung weiterentwickelt, wenngleich sich die Errichtung eines PET-CT und einer Strahlentherapie noch in der Planungsphase befinden, aber von Seiten des Hauses mit Nachdruck vorangetrieben werden.

Mit dem Projekt „Onkologische Versorgung der Region Steiermark Nord" gelang es, ein überregionales Tumorboard zur Planung der Behandlung aller Krebserkrankungen für die gesamte Obersteiermark zu entwickeln. Dadurch sind einheitliche Behandlungsstandards und die bestmögliche Therapie am dafür bestausgestatteten Ort gewährleistet.

Ein logischer und wichtiger Mosaikstein in der Weiterentwicklung unseres onkologischen Schwerpunkts, ist nun die Errichtung des zertifizierten Brustgesundheitszentrums (BGZ Leoben).

In Europa treten jährlich 216.000 Neuerkrankungen an Brustkrebs auf. Pro Jahr sterben europaweit 79.000 Patientinnen an dieser Krankheit. Die wissenschaftlich belegte Aussage, dass 35% der an Brustkrebs Verstorbenen überleben könnten, wenn alle EU-Staaten den Standard des besten Staates hätten, erklärt die Notwendigkeit der engagierten Entwicklungsmaßnahmen der KAGes.

Das Ziel ist, die Interdisziplinarität der Behandlung des Brustkrebses zu standardisieren. Ein Team von Spezialisten, bestehend aus Chirurgen, Gynäkologen, Internistischen Onkologen, Radiologen, Strahlentherapeuten und Pathologen kümmern sich um die bestmögliche Behandlung der Patientinnen. Unterstützt werden sie bedarfsweise von Psychologen, Sozialarbeitern, Plastischen Chirurgen, Humangenetikern, Breast Care Nurse, Physiotherapeuten, Selbsthilfegruppen bis hin zu Palliativmedizinern.

Weiters werden systematisch Qualitätsindikatoren erfasst, klinische Studien gefördert und auch eine offene Kommunikation mit Zuweisern und Patientinnen geführt. Von externen Spezialisten der Österreichischen Zertifizierungskommission wurden im Oktober 2012 in einem Audit alle Eckpunkte überprüft und dem LKH Leoben mit großem Lob für die Vorbereitungsarbeiten das Zertifikat zuerkannt. Im Weiteren wird sich das Haus in definierten Abständen sogenannten Überwachungsaudits zu stellen haben.

Zahl der jährlichen Erstbehandlungen: ca. 152

Beteiligte Organisationseinheiten
Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Abteilung für Chirurgie
Institut für Medizinische Radiologie-Diagnostik
Pathologisches Institut
Department für Hämato-Onkologie der Abteilung für Innere Medizin
Univ. Klinik für Strahlentherapie-Radioonkologie Graz
Diagnostik im Institut für Medizinische Radiologie

Kernstückbereiche
BGZ - Brustambulanz im 4. OG
Diagnostik im Institut für Medizinische Radiologie

Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft m.b.H.
A-8010 Graz, Stiftingtalstraße 4-6,
Tel.: +43(0)316/340-5277 bzw. 5571

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