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Praxis-Tipps beim Schmerzkongress – Fachpublikum zeigte sich begeistert

06.05.2016 von Moorheilbad Harbach Betrieb GmbH & Co KG

Praxis-Tipps beim Schmerzkongress – Fachpublikum zeigte sich begeistert

Rund 400 Teilnehmer nahmen am Schmerzkongress im Moorheilbad Harbach teil. Führende Experten referierten zum Thema „Wenn Bewegung schmerzt“ und punkteten mit wertvollen Tipps für die Praxis.

Am 29. April 2016 fand im Moorheilbad Harbach der erste „Schmerzkongress“ statt. Die Fachveranstaltung war ein voller Erfolg. 400 Teilnehmer kamen ins Moorheilbad Harbach und erhielten aus erster Hand wegweisende Informationen zum Thema „Wenn Bewegung schmerzt: Leitlinien zur kompetenten Schmerztherapie – Tipps für die Praxis“. Für die Organisation und den Inhalt war Frau OÄ Dr. Waltraud Stromer verantwortlich.

In Österreich gibt es 1,5 Millionen Menschen mit chronischen Schmerzen. Gerade der chronische Rückenschmerz bzw. chronische Schmerzen, als Folge von degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule, sind zu einer ernsthaften Vokskrankheit geworden. Invaliditätspensionen bzw. Frühpensionierungen gehen zum Gutteil auf chronische Schmerzen des Bewegungs- und Stützapparates zurück.

OÄ Dr. Waltraud Stromer: „Als auf dem Gebiet der Medizin Tätigen sind wir gefordert, uns stetig weiterzubilden. Nur so können wir jeweils die bestmöglichste adäquate Therapie für den einzelnen Patienten wählen. Ich freue mich sehr, dass so viele Kollegen die Weiterbildung anlässlich des „Schmerzkongresses“ in Anspruch genommen haben. Das zentrale Interesse muss sein, die Lebensqualität, die Lebensfreude und in weiterer Folge die Verbesserung der Funktionalität wiederherzustellen, um die berufliche Wiedereingliederung für den Einzelnen zu ermöglichen.“

Prim. Dr. Johannes Püspök, Ärztlicher Leiter im Moorheilbad Harbach: „Akute aber auch chronische Schmerzen sollen für den Arzt immer ein Signal zum Handeln sein und nicht, für den Patienten eine Aufforderung zum „Zähne zusammenbeißen“.

Das waren die Vorträge des Schmerzkongresses:
• Impulsvortrag: Realität und Zukunftsvisionen in der schmerzmedizinischen Versorgung des Bewegungsapparates

Prim. Univ.-Prof. Dr. Christian Lampl, Vorstand d. Abt. f. Akutgeriatrie und Remobilisation, KH der Bamherzigen Schwestern Linz, Past-Präsident der Österreichischen Schmerzgesellschaft (ÖSG)
Aus medizinischer, ethischer und wirtschaftlicher Sicht ist es inakzeptabel, dass Spar- und Kostendruck im Gesundheitswesen ausgerechnet zu Lasten von Schmerzpatienten gehen.

Welcher Schmerzpatient braucht einen Spezialisten?
Univ.-Prof. DDr. Hans Georg Kress, Leiter der Klinischen Abteilung für Spezielle Anästhesie und Schmerztherapie, Med. Universität Wien/AKH Wien, Immediate-Past-Präsident des europäischen Dachverbandes der Schmerzgesellschaft EFIC (European Federation of IASP Chaperters)

Prävention, Therapie, Rehabilitation – Rückenschmerz
OÄ Dr. Waltraud Stromer, Abt. f. Anästhesie und Allgemeine Intensivmedizin, Landesklinikum Horn, Schmerztherapeutin im Moorheilbad Harbach, 2. Stellvertretende des Vorsitzenden der Sektion Schmerz der Österreichischen Gesellschaft f. Anästhesie, Reanimation und Intensivmedizin (ÖGARI)
Schmerzhafte Erkrankungen der Wirbelsäule sind in der zivilisierten Welt zu einer ernsthaften Volkskrankheit geworden. Rückenschmerzen sind eine der häufigsten Gründe, weshalb ein Arzt konsultiert wird. Kreuzschmerzen sind mit einem Anteil von 50 Prozent die häufigsten Wirbelsäulenschmerzen.

Differenzierte Leitlinien zum Einsatz von Analgetika
OA Dr. Wolfgang Jaksch, DEAA, Abt. f. Anästhesie und Intensivmedizin, Wilhelminenspital Wien, Präsident der Österreichischen Schmerzgesellschaft (ÖSG)
Vor 30 Jahren (1986) wurde von der WHO ein Stufenschema unter dem Slogan „Why not freedom from cancer pain?“ veröffentlicht. Für die Verwendung des WHO Stufenschemas fehlt bis heute die Evidenz.

Welche Schmerzart – welches Medikament?
OÄ Dr. Gabriele Grögl-Aringer, Abt. f. Anästhesie und operative Intensivmedizin, KA Rudolfstiftung, Leiterin d. Schmerzambulanz, Vizepräsidentin der Österreichischen Schmerzgesellschaft (ÖSG)
Schmerzen werden nach ihren zugrunde liegenden, auslösenden Mechanismen in nozizeptive, neuropathische und dysfunktionale Schmerzen unterteilt. Die Art der Schmerzen gibt die Medikamente vor.

Akutschmerz – Chronischer Schmerz -> Worauf ist zu achten?
Prim. Univ.-Prof. Dr. Rudolf Likar, MSc, Vorstand d. Abt. f. Anästhesiologie u. Intensivmedizin, Leiter des Zentrums für Interdisziplinäre Schmerztherapie, Onkologie und Palliativmedizin am Klinikum Klagenfurt am Wörthersee, Vorsitzender der Sektion Schmerz der Österreichischen Gesellschaft f. Anästhesie, Reanimation u. Intensivmedizin (ÖGARI), Elect-Präsident der ÖGARI
Die wichtigsten Ziele sind Schmerzlinderung. Schmerztherapie ist ein Menschenrecht und nach den neuesten Kenntnissen durchzuführen.

Begleitsymptome und Nebenwirkungen -> Die Kunst der Balance und worauf man achten muss
Univ.-Prof. Dr. Andreas Sandner-Kiesling, Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Medizinische Universität Graz, 1. Stellvertretender des Vorsitzenden der Sektion Schmerz der Österreichischen Gesellschaft f. Anästhesie, Reanimation u. Intensivmedizin (ÖGARI)
Patienten suchen die Ärzte ihres Vertrauens aus, um für ihr gesundheitliches Problem eine Lösung zu finden. Unabhängig vom therapeutischen oder kurativen Zugang – jede Therapie kann durch sich selbst Begleiterscheinungen oder Nebenwirkungen auslösen.

Operative Maßnahmen: Gezielte Indikationsstellung -> Garantie für den Erfolg
Prim. Prof. Univ.-Doz. Dr. Manfred Weissinger, Ärztlicher Direktor der Landeskliniken Waldviertel Gmünd, Waidhofen/Thaya u. Zwettl, Vorstand der orthopädischen Abteilung
In der Betrachtung des gesamten Stütz- und Bewegungsapparates kommt der operativen Behandlung der Wirbelsäule, insbesondere der Lenden- und Halswirbelsäule, große Bedeutung zu.

Fall in der Kommunikation zwischen Arzt und Patient
Prof. Priv.-Doz. Dr. Michael Bach, ärztlicher und kaufmännischer Leiter der Ambulanten, Psychosozialen Rehabilitation (APR) Salzburg
Patienten mit chronischem Schmerz gelten häufig als „schwierige Patienten“. Zur Verbesserung der Arzt-Patienten-Interaktion wird empfohlen, geeignete „motivationale“ Gesprächstechniken zu erlernen.

Haben die Patienten das Recht auf die bestmögliche schmerzmedizinische Versorgung?
Mag. Michael Prunbauer, NÖ Patienten- und Pflegeanwaltschaft
Die österreichische Patientencharta und die Europäische Patientenrechtscharta fordern eine bestmögliche Schmerztherapie, wobei sich daraus kein subjektives, durchsetzbares Recht der betroffenen Patienten ergibt.

„Keep Staying Alive“ – angewandte rhythmische Schmerztherapie
MR Dr. Kurt Gold-Szklarski, FA f. Allgemeinmedizin, Wien, Vorstandsmitglied der Österreichischen Med. Gesellschaft f. Neuraltherapie u. Regulationsforschung (ÖNR)

Bildbeschreibung: Chefarzt Dr. Johannes Knapp, Chefarzt-Stv. MR Dr. Hannes Schoberwalter, Prim. Dr. Johannes Püspök, Univ.-Prof. DDr. FFPMCAI (Hon.) Hans Georg Kress, OÄ Dr. Gabriele Grögl-Aringer, Prim. Univ.-Prof. Dr. Christian Lampl, OÄ Dr. Waltraud Stromer, OA Dr. Wolfgang Jaksch, Dr. Birgit Kraft, MR Dr. Kurt Gold-Szklarski, Univ.-Prof. Dr. Andreas Sandner-Kiesling, GF Karin Weißenböck, Prim. Univ.-Prof. Dr. Rudolf Likar, MSc, Chefarzt Dr. Dieter Eschberger. (Copyright: "Xundheitswelt")

Über den Schmerzkongress
Der Schmerkongress im Moorheilbad Harbach fand heuer erstmalig statt. Für die Organisation und den Inhalt ist OÄ Dr. Waltraud Stromer verantwortlich. Die Veranstaltung der Xundheiswelt-Akademie wird in Kooperation mit der Sektion Schmerz der ÖGARI, ÖSG, ÖNR und der Landeskliniken Holding NÖ durchgeführt.

Über das Moorheilbad Harbach
Das Moorheilbad Harbach setzt auf kompetente ganzheitliche Betreuung, gesunde Ernährung sowie einen hohen Wohlfühlfaktor. Dabei werden folgende Gesundheits- und Rehabilitations-Schwerpunkte angeboten: Kurzentrum (die Heilkraft des Harbacher Hochmoores wird mit modernsten Behandlungsmethoden kombiniert), Lebensstilzentrum/Gesundheitsvorsorge Aktiv (Neben den Behandlungen des Bewegungs- und Stützapparates liegt der Schwerpunkt bei der Verbesserung der Lebensstilfaktoren: Ernährung, Bewegung und Mentale Gesundheit) und Orthopädische Rehabilitation und Sportrehabilitation. Für die Betreuung von Patienten mit chronischen Schmerzen wurde neu der Behandlungsschwerpunkt „Schmerztherapie“ geschaffen. Im Wirbelsäulenzentrum Xundheitswelt wird auf Prävention, Therapie und Rehabilitation gesetzt. Das Lauf- und Bewegungszentrum Xundwärts (Unterstützung für Profi- und Hobbysportler durch speziell ausgebildetes Personal) rundet das Angebot ab. Das Haus wurde mehrfach ausgezeichnet: Best Health Austria Gütezeichen, Bio-Zertifizierung Austria Bio Garantie, Grüne Haube und Österreichisches Umweltzeichen für Tourismusbetriebe.

Rückfragehinweis:
Silvia Bruckner
Marketing Moorheilbad Harbach
3970 Moorbad Harbach
silvia.bruckner@moorheilbad-harbach.at

Mag. Simone Ladurner
Milestones in Communication
Alser Straße 32/19, A-1090 Wien
simone.ladurner@minc.at

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