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Mit Koma Patienten kommunizieren

03.04.2013 von life-science Karriere Services

Um Innovationen im naturwissenschafltich medizinischen Bereich drehte sich alles bei der life-science-success 2013, die dieses Jahr zum zehnten Mal von life-science Karriere Services veranstaltet wurde. In der Podiumsdiskussion ging es um die Rahmenbedingungen für Innovation, Best Practice Beispiele boten faszinierende Einblicke in die Praxis und mit dem science2business Award / Janssen Special Award wurden die besten Kooperationen von Wirtchaft und Wissenschaft ausgezeichnet.

„Drehen wir die Errungenschaften der Medizin um 100 Jahre zurück. Würden Sie dann vor dem Hintergrund Ihrer persönlichen Krankengeschichte noch leben?“ – mit dieser Frage an das Publikum eröffnete Barbara van Melle die Podiumsdiskussion „Innovation – from research to market access“ bei der life-science-success 2013.

Jeder fünfte wäre nicht mehr am Leben.
18 % der Besucher gaben bei der anonym durchgeführten digital voting Abstimmung nach eigener Einschätzung an, nicht mehr zu leben. 27 % gaben an, regelmäßig pharmazeutische Produkte zu sich zu nehmen – inwieweit dieser Wert durch Verhütungsmittel bedingt ist, kann nicht gesagt werden. Die Umfrage ist nicht repräsentativ für die Gesamtbevölkerung; Im Publikum waren durchwegs im aktiven Berufsleben stehende Akademiker mit einem geschätzten Durchschnittsalter von 30 – 45 Jahren.

Gedanken bewegen Roboter
Praktisch innovativ wurde es bei den Best Practice Beispielen. An den Film „Matrix“ erinnerte Dr. Christoph Guger von g.tec Technologies in seiner Präsentation als er von, in Rattenhirnen implementierten Chips oder dem Brain Computer Interface sprach, mit dem Probanden ausschließlich über ihre Gedanken Avatare bewegen, Roboter steuern auf Twitter posten oder ohne Pinsel Bilder malen. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit der g.tec Technologies zielt darauf ab, Schlaganfallpatienten bei der Rehabilitation zu unterstützen, sowie den in ihrer Mobilität eingeschränkten Personen neue Bewegungsfreiheit zu ermöglichen oder mit Koma-Patienten zu kommunizieren. www.gtec.at

Eiseskälte gegen Vorhofflimmern
Von dem Kryoablationskatheter CoolLoop, einem kältebasierten Herzkatheder erwartet sich Dr. Gertraud Unterrainer vom Innsbrucker Unternehmen AFreeze GmbH eine Vereinfachung und Verbesserung der Therapie des Vorhofflimmerns bei einem minimal invasivem Eingriff. Im September 2012 kam es nach 13-jähriger Forschungs- und Entwicklungszeit zur Erstanwendung des Systems an einem Menschen und für 2013 ist die regulatorische Zulassung des Systems geplant.

Innovation kennt viele Wege
Internationale Konzerne bedienen sich oft eines bunten Mixes an Wegen, zur Identifikation von Innovationen. Eigens dafür eingerichtete Innovation Healthcare Centers und Venture & Incubation Centers, die weltweit an Orten mit einer hohen Dichte an akademischer Forschung und innovativen Start-ups angesiedelt wurden, sind die Kernelemente der Innovationsstrategie von Janssen, bot Mag. Christoph Slupetzky Einblick in die Unternehmensstrategie.

Flaschenhals Finanzierung
Innovationen im medizinischen Bereich sind langwierig, risikoreich und kostenintensiv. Die Forschungs- und Entwicklungskosten für ein Medikament bis es auf den Markt kommt, belaufen sich auf 1-2 Mrd. Euro. Ab Phase II sind junge Unternehmen auf die Finanzierung durch Großunternehmen und den Kapitalmarkt angewiesen. Unter den anwesenden „Biotech-affinen“ Personen beträgt der Anteil jener, die mehr als 10 % ihres veranlagungsfähigen Vermögens in Biotechtitel investieren, rund 8,2 % *).
*) 8,2 % von jenen Personen, die über mehr als Euro 20.000,-- verfügbares Vermögen verfügen.

Rückfragehinweise:
DI Gisela Zechner
life-science Karriere Services
E: office@life-science.at
T: 0699-111 600 18

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