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Das Nahtmaterial, das den Unterschied macht

06.11.2012 von Johnson & Johnson Medical Products GmbH

Sterilität, hohe Reißfestigkeit, optimale Verträglichkeit, sicherer Knotensitz: Werden all diese Anforderungen erfüllt, kann Nahtmaterial entscheidend zum Erfolg eines chirurgischen Eingriffs beitragen.

Durch eine spezielle, antibakterielle Beschichtung bietet das PLUS-Nahtmaterial aus dem Hause Ethicon zusätzlich noch Schutz vor postoperativen Wundinfektionen. In der Chirurgie hat die Auswahl des Nahtmaterials unmittelbare Auswirkungen auf das Endergebnis. Die Entscheidung für das eine oder andere Nahtmaterial richtet sich nach der Art des Eingriffes. Aufgabe des Fadens ist es, die genähten Strukturen in der Phase der Wundheilung ausreichend vor einwirkenden Kräften zu schützen – auch vor Keimen, die in die Wunde eindringen könnten.

Nahtmaterial: Ein Fremdkörper im Gewebe
Jede Verwendung von chirurgischem Nahtmaterial löst im Gewebe eine Irritation aus. So können durchs Nähen Traumen und lokale Durchblutungsstörungen entstehen, oder der Körper registriert den Faden als Fremdkörper und löst eine entsprechende Reaktion aus. Wie stark diese Reaktion ausfällt, hängt von der Materialmenge ab (mit möglichst dünnen Fadenstärken kann vorgebeugt werden), von mangelhaften Knotentechniken (z.B. nicht genügend Knoten) oder von der Wahl des falschen Nahtmaterials. Weitreichende Folgen kann es haben, wenn das Nahtmaterial zusätzlich noch kontaminiert ist. Daher sollte während des Gebrauchs des – vom Hersteller steril gelieferten – Nahtmittels unbedingt auf sterile Bedingungen geachtet werden. Durch die Verwendung von antibakteriell beschichtetem Nahtmaterial kann das Risiko postoperativer Wundinfektionen noch zusätzlich vermindert werden. Mit seinen PLUS-Produkten ist Ethicon, ein Geschäftsbereich von Johnson & Johnson Medical, der einzige Hersteller für antibakterielles Nahtmaterial am Markt.

Belastung für Patient, Krankenhaus und Gesundheitssystem
Postoperative Wundinfektionen sind nach Infektionen der Harnwege (40%) und der Atemwege (20%) die dritthäufigste Form von Krankenhausinfektionen (15%). Je nach Land und Art des Eingriffs treten sie in Europa bei 2 bis 5% aller Operationen auf, das entspricht über vier Millionen Patienten. Davon sterben etwa 37.000 an den unmittelbaren Folgen der Infektion . Postoperative Wundinfektionen ziehen vielfältige Probleme nach sich: Für den Patienten reichen die Folgen von milden, unbedenklichen Entzündungsreaktionen über starke Schmerzen, Wundheilungsstörungen und Weichteil-nekrosen bis hin zu einer Sepsis mit möglicher Todesfolge. Oft machen sie eine erneue Operation und einen deutlich längeren Krankenhausaufenthalt nötig – je nach Art und Schweregrad wird die zusätzliche Verweildauer auf 9,8 Tage geschätzt. Für die Patienten bedeuten Infektionen aber auch verlorene Zeit, oft Einkommensausfälle, zumindest aber eine massive Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität. Dem Krankenhaus wiederum entstehen durch den längeren Krankenhausaufenthalt und Mehrverbrauch an Personal, Infrastruktur, Sachmittel und Medikamenten erhöhte Behandlungskosten – Kosten, die in Vergütungssystemen auf Basis definierter Fallpauschalen wie dem LKF nur zum Teil abgegolten werden.

Antibakterielles Nahtmaterial als zusätzlicher Schutz
Studienergebnisse haben gezeigt, dass antibakterielles Nahtmaterial nicht oder deutlich weniger von Bakterien kolonisiert wird. Damit kann einerseits nahezu ausgeschlossen werden, dass durch die chirurgische Naht Infektionskeime übertragen werden. Andererseits schützt dieses Nahtmaterial die Wunde vor Kontamination in den Tagen nach der Operation, also in der Zeit, in der sich die meisten Wundinfektionen ausbilden. Damit kann antibakterielles Nahtmaterial helfen, Wundinfektionen nach Operationen verschiedener Art vorzubeugen. Als Teil eines umfassenden Risikomanagements trägt es dazu bei, Zusatzkosten zu reduzieren und die Sicherheit der Behandlung zu erhöhen.

Chirurgisches Nahtmaterial: Alltagsmittel mit hohem Anforderungsprofil
Modernes Nahtmaterial wird aus Metall (z.B. Stahldraht) oder synthetischen Materialien hergestellt. Natürliche Stoffe wie Seide werden aufgrund der starken Gewebereaktionen nur noch selten verwendet. Ein Auswahlkriterium ist die Fadenstärke, gemessen in USP oder Metric: Während für kleine Gefäße dünne Fäden verwendet werden, empfiehlt sich für Knochen, Bänder und Sehnen eher stärkeres Nahtmaterial.

Hochwertiges Nahtmaterial zeichnet sich durch seine Reißfestigkeit im Knotenzug, dem schwächsten Punkt einer Naht aus, aber auch durch die Nadelbefestigung: Heute wird kaum noch ein Faden selbst eingefädelt, da durch das breite Nadelöhr das Gewebe verletzt werden kann. Standard sind atraumtatische Nadeln, bei denen der Faden fest mit der Nadel verbunden ist. Resorbierbares Nahtmaterial empfiehlt sich für Intracutan- und Hautnähte, da kein Material im Körper verbleibt. Wichtig ist dabei der Reißkraftabfall, also wie lange der Faden das Gewebe zusammenhalten kann. Bei Eingriffen mit einem langen Heilungsverlauf wird nicht resorbierbares Nahtmaterial verwendet.

Bezogen auf das Handling, unterscheidet man monofile und polyfile Fäden: Monofile Fäden lassen sich leicht durch das Gewebe führen; die glatte und gleichmäßige Oberfläche ist frei von Hohlräumen, sodass keine Keime eindringen können. Polyfile Fäden wiederum sind durch die Flechtung einzelner Filamente geschmeidiger, und es ist eine geringere Knotenzahl nötig.

Rückfragehinweis:
Johnson & Johnson Medical Austria
Mag. Anita Knabl-Plöckinger
1020 Wien, Vorgartenstraße 206B
Tel: +43 (1) 360 25-405
Mobil: +43 (664) 192 48 09
aknablpl@its.jnj.com

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