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Chirurgische Eingriffe virtuell planen

19.09.2011 von Siemens AG Österreich

Siemens und Synthes bringen Software zur Vorbereitung von Knochenbruch-Operationen auf den Markt.

Siemens Healthcare hat gemeinsam mit Synthes, dem Weltmarktführer für Knochenimplantate, die Software PreOPlan entwickelt. Damit können ChirurgInnen sowohl Routine-Operationen von Knochenbrüchen (Traumachirurgie) als auch Korrekturen von Beinfehlstellungen (Osteotomie) virtuell planen. Mithilfe von PreOPlan werden die geplanten Eingriffe auf einem Röntgenbild der PatientInnen von den ChirurgInnen simuliert. Anhand einer integrierten Implantate-Datenbank werden bestimmt, welche Knochenimplantate beispielsweise für die Korrektur eines Bruches am besten geeignet sind. Abschließend erstellt die Software einen Bericht, den das OP-Personal nutzen kann, um die Operation mit den ausgewählten Implantaten vorzubereiten. Anhand dieses Berichtes können die ÄrztInnen außerdem nachweisen, wie sie sich auf den Eingriff vorbereitet haben und den PatientInnen die Operation vorab anschaulich erklären.

In der Regel planen ChirurgInnen routinemäßige Operationen von Knochenbrüchen der Extremitäten mithilfe eines Röntgenbildes der Fraktur „im Kopf“ oder zeichnen das geplante Vorgehen händisch auf der Aufnahme ein. Das bringt einige Nachteile mit sich: Die ÄrztInnen können vorab nur schätzen, welche Implantate am besten geeignet sind, um die Bruchstelle zu fixieren. Außerdem können sie nicht genau dokumentieren, wie sie sich auf den Eingriff vorbereitet haben – immer mehr Krankenhäuser fordern aber einen solchen Nachweis. Um es den ChirurgInnen zu erleichtern, ihre Eingriffe sicher und nachweisbar zu planen, haben Siemens Healthcare und Synthes gemeinsam eine Software entwickelt, mit der Routine-Operationen einfach und schnell an einem PC-Arbeitsplatz vorbereitet werden können.

Die Software PreOPlan ermöglicht es, einen Knochenbruch anhand eines digitalen Röntgenbildes der PatientInnen genau zu analysieren: Die ChirurgInnen können die Fraktur am Bildschirm segmentieren, vermessen und die Bruchstelle anatomisch korrekt wieder zusammenfügen. Aus einer Datenbank mit Knochenimplantaten von Synthes werden automatisch alle geeigneten Implantate für die jeweilige anatomische Region vorgeschlagen. Dabei können spezifische Informationen zu den Implantaten (Länge, Winkel, Dicke oder Material) direkt auf dem Röntgenbild abgerufen werden. Wenn ein Implantat ausgewählt wurde, schlägt PreOPlan automatisch eine Reihe von möglicherweise benötigten zusätzlichen Implantaten – beispielsweise Schrauben zum Fixieren – vor, aus denen die ÄrztInnen auswählen können. Insgesamt dauert die Planung einer Routine-Operation mit PreOPlan nur wenige Minuten.

Anschließend werden die Planungsunterlagen in einem Abschlussbericht zusammengefasst. Dieser enthält die Planungsbilder, an denen sich die ChirurgInnen während der Operation orientieren können, sowie eine Materialliste für das OP-Personal, das den Eingriff vorbereiten soll. Die Planungsbilder erleichtern es den behandelnden ÄrztInnen, ihren PatientInnen die vorgesehene Operation anschaulich zu erklären. Mithilfe der Planungsunterlagen ist es zudem einfacher, eine zweite Meinung einzuholen.

PreOPlan ist neben traumachirurgischen Routine-Eingriffen auch für die Planung einer so genannten Osteotomie am Knie einsetzbar. Bei diesem Eingriff wird ein Schenkelknochen nahe des Knies durchtrennt und ein Keil entfernt, um eine Fehlstellung der Beine zu korrigieren. Mithilfe von PreOPlan kann vorab genau berechnet werden, an welcher Stelle, in welchem Winkel und in welcher Größe er den Keil entnehmen muss, um das Bein gerade zu richten.

Das hier genannte Produkt ist in einigen Ländern noch nicht käuflich zu erwerben. Aufgrund von medizinprodukterechtlichen Vorgaben kann die zukünftige Verfügbarkeit in keinem Land zugesagt werden. Detaillierte Informationen sind bei der jeweiligen Siemens-Organisation vor Ort erhältlich.

Der Siemens-Sektor Healthcare ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen und führend in der medizinischen Bildgebung, Labordiagnostik, Krankenhaus-Informationstechnologie und bei Hörgeräten. Siemens bietet seinen Kunden Produkte und Lösungen für die gesamte Patientenversorgung unter einem Dach – von der Prävention und Früherkennung über die Diagnose bis zur Therapie und Nachsorge. Durch eine Optimierung der klinischen Arbeitsabläufe, die sich an den wichtigsten Krankheitsbildern orientiert, sorgt Siemens zusätzlich dafür,
dass das Gesundheitswesen schneller, besser und gleichzeitig kostengünstiger wird. Siemens Healthcare beschäftigt weltweit rund 48.000 Mitarbeiter und ist rund um den Globus präsent. Im Geschäftsjahr 2010 (bis 30. September) erzielte der Sektor einen Umsatz von 12,4 Milliarden Euro und ein Ergebnis von rund 750 Millionen Euro.

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