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Neues aus der Gesundheitswirtschaft

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Neue Wege im Betreubaren Wohnen durch integrierte Freizeitangebote für ältere Menschen

05.09.2011 von FH Oberösterreich

FH OÖ-Studierende erarbeiten Maßnahmenkatalog für die Caritas

Die Caritas für Betreuung und Pflege realisiert neben dem bestehenden Seniorenwohnhaus am Linzer Froschberg ein zweites, freifinanziertes Wohnprojekt für ältere Menschen. Ein möglichst aktiver Lebensstil für die BewohnerInnen ist dabei ein zentrales Element. Studierende des Master-Studiengangs „Services of General Interest“ der FH Oberösterreich in Linz entwickelten unter der Leitung von Prof. (FH) Dr. Anton Konrad Riedl ein entsprechendes Konzept.

Mittels Literaturrecherche und Untersuchungen im Praxisumfeld ermittelten die vier Studentinnen, die großteils bereits einschlägig im Sozial- und Gesundheitswesen tätig sind, Möglichkeiten der aktiven Freizeitgestaltung und der sozialen Integration innerhalb und außerhalb des neuen Wohnhauses. „Ziel der Caritas ist es, die Selbständigkeit der BewohnerInnen zu erhalten und den Wohncharakter anstelle des Pflegecharakters heraus zu streichen“ betont Projektleiter Dr. Riedl den innovativen Ansatz der freifinanzierten Einrichtung. Experteninterviews und eine Fokusgruppe mit künftigen Bewohnern waren bei der Analyse des Praxisumfeldes besonders hilfreich.

Haus und BewohnerInnen wachsen gemeinsam
Die Ergebnisse zeigen, dass möglichst viele Einrichtungen des Hauses wie auch Aktivitäten auf gemeinschaftlicher Basis genutzt und durchgeführt werden sollen. Ein Gemeinschaftsbus, Gemeinschaftsräume und externe (Firmen-)Partner für sportliche und kulturelle Aktivitäten sowie den Einkauf von Produkten des täglichen Bedarfs stehen dabei im Zentrum. Das macht die Freizeitgestaltung nicht nur qualitativ hochwertig, sondern auch leistbar. Wichtig ist nach Ansicht der Studierenden Nina-Carina Feldhammer, Nicole Gruber, Tina Hinterbuchner und Annemarie Müllauer eine qualifizierte Leitungsperson dieses betreubaren Wohnhauses, welche sich um die Anliegen der BewohnerInnen kümmert und das Zusammenleben auch weiter entwickelt. „Die Angebotspalette darf nicht statisch sein, sondern muss auf die gesundheitliche Entwicklung der Menschen abgestimmt sein“ erläutert Anton Konrad Riedl. So werde etwa fünf Jahre nach dem Bezug des Hauses ein höherer Betreuungsbedarf bei den meisten Mitgliedern der Hausgemeinschaft vorhanden sein als zu Beginn.

Bildtext: Prof. (FH) Dr. Anton Konrad Riedl (Bildmitte) mit Studierenden der FH OÖ und MitarbeiterInnen der Caritas.Bildquelle: FH OÖ
Rückfragehinweise:
Prof. (FH) Dr. Anton Konrad Riedl, Master-Studiengang „Services of General Interest“, Fakultät für Gesundheit und Soziales Linz der FH OÖ, 0043/732/2008–2450, anton.riedl@fh-linz.at
Dr. Andreas Berndt MA, Marketing/Öffentlichkeitsarbeit, Fakultät für Gesundheit und Soziales Linz der FH OÖ, 0043/732/2008–4010, andreas.berndt@fh-linz.at

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