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Hygiene-Hotspots in KAGes Spitälern

08.02.2019 von Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft m.b.H.

+++ Prävention gegen Ansteckung in Spitälern und Ambulanzen: „Jeder kann etwas beitragen“ +++

In vielen der steirischen KAGes-Spitäler prangt bereits jetzt in Eingangsbereichen und an Stationseingängen ein Schild mit der Aufschrift „Stop“. Gefolgt von Hinweisen für Hygiene-Maßnahmen und flankiert von Behältern mit Desinfektionsmittel und Mundschutz, um gegenseitigen Ansteckungen von Besuchern und Patienten vorzubeugen.

Die Aktion des „Instituts für Krankenhaushygiene und Mikrobiologie“ (IKM)unter der Leitung von Primarius Dr. Klaus Vander betreibt diese Patienten- und Besucherinformation nicht erst seit den aktuell aufgetretenen Masernfällen. Vielmehr ist man seit Monaten unterwegs, alle KAGes-Häuser, deren Ambulanzen, Abteilungen und Stationen mit dem plakativen Hinweis, sowie Desinfektionsmittelbehältern und Mundschutzspendern auszustatten. Über 20 Hygiene-Hotspots wurden bereits eingerichtet, derzeit befindet man sich im LKH-Univ. Klinikum in der Umsetzungsphase.

Primarius Dr. Klaus Vander: „Wir rufen mit diesen Plakaten unter dem Motto ,Stop, hast du Husten, Schnupfen, Ausschlag, Durchfall, …´ Menschen, die unsere Spitäler betreten, in fünf Sprachen dazu auf, die einfachsten, aber essentiellen Präventionsmaßnahmen eigenverantwortlich zu ergreifen!“ Das umfasst die Händehygiene unter Zuhilfenahme des angebotenen Desinfektionsmittels, aber auch das Aufsetzen des ebenfalls in Spendern vorhandenen Mundschutzes. „Natürlich müssen wir in unseren Krankenhäusern noch verstärkt auf unsere Patienten zugehen und sie instruieren und animieren, diese Maßnahmen aktiv zu setzen“, so Primarius Vander, der auf diese Weise unter dem Titel „Patienten-Empowerment“ mit den angebotenen Ressourcen für den Einzelnen die Solidarität und Politik bürgerlicher Teilhabe fördern möchte. Denn, so Vander, bei der Einhaltung dieser Spielregeln gehe es um richtige Verhaltensweisen und Solidarität gegenüber anderen Besuchern und zumeist immungeschwächte Patienten, die sich bereits im Krankenhaus befinden.

Dem Chef-Hygieniker der KAGes geht es vor allem darum, das Wissen über Zusammenhänge von Ansteckungen und den direkten Zusammenhang von Hygiene und der Verbreitung von Erregern zu vermehren. Da wäre zunächst die einfache Tatsache, dass Erreger beim Husten, Niesen oder Händeschütteln übertragen werden. Es ist unzweifelhaft erwiesen, dass richtige Händehygiene und Mundschutz gegen eine Vielzahl von kontakt- oder tröpfchen¬übertragenen Infektionen wirksam schützen kann. In punkto Mundschutz wünscht sich Vander ein Umdenken: „Wir müssen daran arbeiten, dass bei uns das Aufsetzen eines Mundschutzes in Gesundheitseinrichtungen nicht als Schwäche gesehen wird. Da fehlt es noch an Akzeptanz!“

Vander abschließend: „Um größtmögliche Sicherheit zu erzielen, ist es erforderlich neue Wege zu beschreiten. Hierbei haben kleine Maßnahmen oft große Auswirkungen!“

Rückfragehinweis:
Prim. Dr. Klaus Vander, Ärztlicher Direktor, Facharzt für Hygiene und Mikrobiologie
Institut für Krankenhaushygiene und Mikrobiologie
Stiftingtalstrasse 14, 8010 Graz
Tel.:0316/340/5815
E-Mail

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