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Welche Rechte hat die Pflege?

22.08.2011 von Leipziger Messe GmbH

Thementag diskutiert Recht in der Pflege auf der PFLEGE + HOMECARE LEIPZIG

Juristische Probleme im Pflegealltag stehen im Mittelpunkt des Thementages "Recht in der Pflege" am 27. September 2011 auf dem Managementkongress der PFLEGE + HOMECARE LEIPZIG. Die Vorträge beleuchten unter anderem die Durchsetzung von Rechtsansprüchen gegenüber den Pflegekassen, die Auswirkungen der aktuellen Rechtsprechung, rechtskonformes Verordnungsmanagement für die Behandlungspflege, die Zeitbemessung von Leistungen der häuslichen Krankenpflege und Grundlagen der Entgeltverhandlung. Partner ist der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa).

"Wir möchten die Pflegeeinrichtungen vor juristischen Fallstricken bewahren und über Gesetzesänderungen sowie aktuelle Gerichtsentscheidungen informieren", erklärt bpa-Geschäftsführer Bernd Tews. Eine besondere Herausforderung stellen laut Tews zum Beispiel die Leistungsablehnungen der Kostenträger gegenüber den hilfebedürftigen Menschen und die Vereinbarung von Pflegevergütungen mit den Kranken- und Pflegekassen dar.

"Es geht darum, dass Menschen, die auf Hilfe und Pflege angewiesen sind, die Leistungen bekommen, die der Arzt ihnen verordnet hat oder die in der Pflegeversicherung vorgesehen sind", so Tews. Hierzu und insbesondere zu den Verhandlungen über die Pflegevergütung gebe die aktuelle Rechtsprechung teilweise neue Spielregeln vor. Viele Einrichtungen hätten bei der Verhandlung über die erforderlichen Pflegeleistungen, deren Umfang und Kosten Probleme. "Auf dem Thementag erläutern bpa-Experten erfolgversprechende Strategien bei der Verhandlung leistungsgerechter Entgelte und wie man gut vorbereitet in diese Auseinandersetzung mit den Kostenträgern geht."


Brandaktuelle Tipps zu Änderungen in der Pflegeversicherung

Änderungen in der Pflegeversicherung sowie die aktuellsten Eckpunktepapiere zur Pflegeversicherungsreform spielen in den Vorträgen des Thementages ebenso eine Rolle: "Bis zur PFLEGE + HOMECARE LEIPZIG sollten die bereits angekündigten Eckpunkte des Bundesgesundheitsministeriums vorliegen und wir können brandaktuelle Tipps geben, was auf die Pflegeeinrichtungen zukommt", kündigt Bernd Tews an. Zu den Forderungen des bpa in diesem Zusammenhang zähle die bessere Berücksichtigung kognitiver Beeinträchtigungen und speziell von Demenzerkrankungen bei der Feststellung der Pflegebedürftigkeit.

Voraussetzungen für den Einsatz ausländischer Fachkräfte

Seit dem 1. Mai 2011 gilt in der Europäischen Union die volle Freizügig-keit für Arbeitnehmer aus den EU-Beitrittsländern Estland, Lettland, Li-tauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn. Sie haben damit uneingeschränkten Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt. "Pflegekräfte aus diesen Ländern benötigen keine Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis mehr, wenn sie bei deutschen Anbietern beschäftigt werden", sagt Bernd Tews. Für die Arbeitgeber in der Pflege sei die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse in Deutschland deshalb wesentliches Thema. "Dies werden wir in Leipzig ansprechen und dabei auch auf den vorliegenden Gesetzentwurf zum neuen Berufsanerkennungsgesetz eingehen." Im Allgemeinen gebe es aber keine Probleme, wenn Fachkräfte aus der EU ihre Ausbildung als Krankenpfleger oder Krankenschwester nach dem EU-Beitritt ihres Herkunftslandes abgeschlossen haben, so Tews: "Dies gewährleisten EU-Abkommen."

Programm Thementag Recht in der Pflege

Der Thementag "Recht in der Pflege" am 27. September ist Teil des Managementkongresses der PFLEGE + HOMECARE LEIPZIG. Die Teilnehmer erhalten im Rahmen der freiwilligen Registrierung beruflich Pflegender sechs Punkte (Tagesticket) beziehungsweise drei Punkte (Halbtagesticket). Die Tagestickets für den Managementkongress kosten bei Einzelanmeldung 110 Euro, die Halbtagestickets 60 Euro. Interessierte können sich bis zum 8. September online anmelden. Das Programm des Thementages:

09:00 bis 10:30 Uhr: Verordnungsmanagement für Behandlungspflege (Michael Diehl, bpa Servicegesellschaft mbh)

11:00 bis 12:30 Uhr: Auswirkungen der Rechtsprechung des BSG auf Pflegesatzverhandlungen und Schiedsstellenverfahren (RA Dr. Sylvia Hacke)

14:30 bis 16:00 Uhr: Zeitbemessung von Leistungen der häuslichen Krankenpflege – Bestimmung sachgerechter Leistungszeiten im Rahmen eines Schiedsverfahrens (Oliver Stegemann, bpa)

16:30 bis 18:00 Uhr: Grundlagen der Entgeltverhandlung SGB XI (Michael Haile, bpa Servicegesellschaft mbH)

Hintergrund: PFLEGE + HOMECARE LEIPZIG 2011

Die Fachmesse ist die einzige Fachveranstaltung in Deutschland, die alle Kernbereiche der professionellen Pflege, Betreuung und Homecare-Versorgung gleichwertig anspricht. Mit der Kombination aus Fachmesse und Kongress bietet die PFLEGE + HOMECARE LEIPZIG für Management und Fachpersonal den wichtigsten Branchentreff im Herbst. Der begleitende Kongress gehört zu den größten Fortbildungsveranstaltungen des Gesundheitswesens in Deutschland. 2.100 Kongressteilnehmer nutzten 2009 das Angebot von mehr als 100 Veranstaltungen mit 250 Referenten. 311 Produktanbieter, Dienstleister sowie Verbände und Institute präsentierten sich in der Fachausstellung.

Ansprechpartner für die Presse:
Maren Lesche, Pressereferentin
Telefon: +49 (0)341 / 678 81 88
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Weitere Informationen:
www.pflege-homecare.de

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