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Neues aus der Gesundheitswirtschaft

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JUNGE PFLEGE Kongress Mitteldeutschland erstmals in Leipzig

22.08.2011 von Leipziger Messe GmbH

DBfK zeigt auf PFLEGE + HOMECARE LEIPZIG Perspektiven in der Pflege auf

"Eine Ausbildung in der Pflege hat Perspektive, denn sie bietet vielfältige Karrieremöglichkeiten", unterstreicht Dr. Marliese Biederbeck, Geschäftsführerin des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK) Südost, Bayern-Mitteldeutschland e.V.. Beruf-liche Weiterbildung und Zukunftschancen für den Nachwuchs stehen im Mittelpunkt des JUNGE PFLEGE Kongresses Mitteldeutschland am 28. September 2011 im Rahmen der Fachmesse PFLEGE + HOMECARE LEIPZIG. Zudem wird die Spendenaktion Pro Pflegen für eine menschenwürdige Pflege vorgestellt, welche wegweisende Projekte unterstützt.

"Rund eine Million Menschen arbeitet in Deutschland in Pflegeberufen. Damit ist die Pflege die größte Berufsgruppe im deutschen Gesundheitssystem", betont Dr. Marliese Biederbeck. Trotzdem herrsche akuter Fachkräftemangel, werde Pflegefachpersonal in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder von ambulanten Pflegediensten händeringend gesucht. Laut DBfK können bereits heute mehr als 30.000 Stellen nicht besetzt werden. Der demografische Wandel, verbunden mit einer immer älter und kränker werdenden Bevölkerung, verschärft diese Situation: Nach Modellrechnungen des Statistischen Bundesamtes und des Bundesin-stituts für Berufsbildung werden 2025 rund 152.000 Pflegekräfte fehlen.

Karrierechance Pflege

"Der größte Teil der Pflegenden arbeitet im direkten, persönlichen Kontakt mit den Patienten", sagt Dr. Biederbeck. Dieser individuelle Zugang zu Menschen verschiedenen Alters und mit unterschiedlichsten Biografien sei ein wesentlicher Grund für Schulabgänger, einen Pflegeberuf zu ergreifen. Darüber hinaus arbeiten Absolventen einer Pflegeausbildung bei Krankenkassen, im Management von Pflegeeinrichtungen oder ambulanten Pflegediensten, in der Heimaufsicht, bei Gesundheitsämtern oder in der Politikberatung.

"Eine immense Bandbreite an Weiterbildungsangeboten von Fachpflege für Intensivpflege und Anästhesie über die Breast Care Nurse bis zum Pflegesachverständigen öffnet viele Karrieretüren", so Dr. Biederbeck. Wer eine wissenschaftliche Laufbahn anstrebe, sei im Pflegesektor ebenfalls gut aufgehoben: Seit Anfang der 1990er-Jahre hätten sich in Deutschland zahlreiche Pflegestudiengänge etabliert, speziell in den Bereichen Pflegewissenschaft, -pädagogik und -management. Ein entsprechendes Studium könne an die Grundausbildung angeschlossen, aber genauso parallel dazu absolviert werden – wie beim ausbildungsintegrierten Bachelorstudiengang Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Laut Dr. Biederbeck sei das Ausbildungssystem in der Pflege sehr durchlässig. Auch ohne Abitur oder mit Hauptschulabschluss lasse sich eine Karriere bis zum Studium Schritt für Schritt aufbauen.

Pro Pflegen: Spenden für menschenwürdige Pflege

Für eine Verbesserung des Images der Pflege rief der DBfK Südost, Bayern-Mitteldeutschland e.V. 2011 die Spendenaktion "Pro Pflegen" ins Leben. Die Aktion wird auf dem JUNGE PFLEGE Kongress Mittel-deutschland in Leipzig vorgestellt und soll die positiven Seiten des Pflegeberufes zeigen. Jeder Deutsche wird zudem gebeten, einen "PflegeEURO" zu spenden. Mit dem Geld werden innovative Projekte und Initiativen in der Pflege gefördert. "Das kommt Patienten und Pflegenden zugute, soll die Pflegequalität und die Zufriedenheit im Beruf erhöhen", so Dr. Biederbeck. Ziel sei unter anderem, Arbeitsbedingungen zu verbessern und bei mehr Schulabgängern Begeisterung für eine Pflegeausbildung zu wecken.

Programm und Teilnahme

Die Teilnahme am JUNGE PFLEGE Kongress Mitteldeutschland kostet 12 Euro inkl. Messeeintrittskarte und Pro-Pflegen-Sticker. Die Teilnehmer erhalten zudem im Rahmen der Registrierung beruflich Pflegender für den Kongress 6 Punkte. Interessierte können sich bis zum 8. Sep-tember online für folgende Vorträge anmelden:

• 09:30 Uhr: "Auf geht’s" – Eröffnung und Begrüßung durch den DBfK
• 09:40 Uhr: Grußwort Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig
• 09:55 Uhr: "Wer früher stirbt, ist länger tot" – Palliative Pflege, Wolfgang
Falch, DBfK-Bildungsreferent, Nürnberg
• 10:35 Uhr: Mundpflege – wissen wir, was wir tun?, Dr. Eva Knipfer, Pflege-
Gesundheitswissenschaftlerin, München
• 11:15 Uhr: Pause
• 11:40 Uhr: Patientensicherheit durch klinisches Risikomanagement, Dr. Peter
Gausmann, Dipl.-Pflegepädagoge, Detmold
• 12:20 Uhr: Bewegung tut gut! – Angebot zum Mitmachen, Lars Dohrmann,
moviliti-care, Lübeck
• 12:30 Uhr: Bewusste Sprache – den Pflegealltag erleichtern, Mechthild R. von
Scheurl-Defersdorf, Dipl.-Phil., Erlangen
• 13:30 Uhr: Abschluss und anschließender Messebesuch

Hintergrund: PFLEGE + HOMECARE LEIPZIG 2011

Die Fachmesse ist die einzige Fachveranstaltung in Deutschland, die alle Kernbereiche der professionellen Pflege, Betreuung und Homecare-Versorgung gleichwertig anspricht. Mit der Kombination aus Fachmesse und Kongress bietet die PFLEGE + HOMECARE LEIPZIG für Management und Fachpersonal den wichtigsten Branchentreff im Herbst. Der begleitende Kongress gehört zu den größten Fortbildungsveranstaltungen des Gesundheitswesens in Deutschland. 2.100 Kongressteilnehmer nutzten 2009 das Angebot von mehr als 100 Veranstaltungen mit 250 Referenten. 311 Produktanbieter, Dienstleister sowie Verbände und Institute präsentierten sich in der Fachausstellung.

Ansprechpartner für die Presse:
Maren Lesche, Pressereferentin
Telefon: +49 (0)341 / 678 81 88
Telefax: +49 (0)341 / 678 81 82
E-Mail: m.lesche@leipziger-messe.de

Weitere Informationen:
www.pflege-homecare.de

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