SCHAUFENSTER

Neues aus der Gesundheitswirtschaft

Rückblick 1. Elisabethinisches Symposium Pflege 22./23. September 2016 Marienkron

24.10.2016 von Krankenhaus St. Elisabeth GmbH

Die eigene Gesundheit im Fokus

Rund 100 Mitarbeitende aus dem Gesundheitsbereich aus ganz Österreich trafen mit Skisportlegende Toni Innauer und weiteren hochkarätigen Referenten zusammen, vernetzten sich und diskutierten intensiv das Management ihrer eigenen Gesundheit und den Weg zur gesunden Organisation – das war das erste Elisabethinische Pflegesymposium.

„Im Krankenhaus sind wir es gewohnt, Patienten mit dem ganzen Spektrum der modernen Medizin zu behandeln. Bei uns selbst müssen wir den Handlungsbedarf oft erst erkennen.“ Mit diesen Worten brachte Sr. M. Barbara Lehner, Generaloberin der Elisabethinen Linz-Wien, das Thema „Gesundheitsmanagement“ in ihrer Begrüßung auf den Punkt.

Das Programm des 1. Elisabethinischen Pflegesymposiums beinhaltete Vorträge, Workshops in Kleingruppen, Podiumsdiskussionen und zahlreiche Möglichkeiten zur Vernetzung. Besonderer Wert wurde darauf gelegt, auf Fragen der Kongressteilnehmer einzugehen. Jede und jeder sollte im Sinne der nachhaltigen Gesundheitsförderung konkrete Handlungstipps für den Alltag mitnehmen können.

Ein Schwerpunkt an den beiden Tagen war der Druck, unter dem Mitarbeitende im Gesundheitswesen stehen, und wie sie trotzdem ihre eigene Gesundheit im Auge behalten können. Gerade Führungskräfte spielen dabei eine wichtige Rolle, so Skisportlegende Mag. Anton Innauer: „Jeder funktioniert anders. Als Trainer muss man auf diese Individualität eingehen.“ Eine Analogie, die auch Margit Kaiser-Mühlecker MBA, Pflegedirektorin des Krankenhauses St. Elisabeth Wien sieht: „Unsere Mitarbeitenden sind praktisch Spitzensportler, sie erbringen permanent sehr hohe Leistungen.“ „Führung sollte als Dienstleistung an den Mitarbeitenden verstanden werden“, so auch Mag. Dr. Fritz Weilharter, langjähriger externer Berater der Gespag. Für eine „Führung mit Hirn und Herz, die angepasst ist an die Erwartungen der einzelnen Mitarbeitenden“ plädierte Mag.a Beate Hartinger-Klein, unter anderem Aufsichtsrätin der Gespag.

Um die Eigenverantwortung der Mitarbeitenden zu stärken und ihnen Möglichkeiten zur Gesundheitsförderung zu geben, gibt es die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) bzw. das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM). „Dabei gibt man den Menschen Impulse, zum Beispiel für bewusste Ernährung oder für Bewegung“, so Dr. Johannes Huber MBA, Geschäftsführer von Alphalauf International. Sport bringe Zielstrebiegkeit und eine höhere Frustrationstoleranz mit sich, die im Berufsleben wertvoll sind.

Aber Gesundheitsmanagement geht darüber hinaus: „Es gehören auch Maßnahmen für mentale Fähigkeiten, wie die Stressprophylaxe, dazu“, sagte Mag.a Michaela Drexel, die im Krankenhaus der Elisabethinen Graz unter anderem verantwortlich für BGF ist. Univ.-Prof. MMag. Dr. Harald Stummer, Institutsleiter an der UMIT, ergänzte um die Dimension „der sozialen Förderung, also wie Teams zusammenarbeiten“.

Für alle Impulse im Bereich der Gesundheitsförderung gilt, dass sie nicht rein von der Führungsebene verordnet werden sollten. Assist.-Prof.in MMag.a Dr.in Elisabeth Nöhammer von der UMIT, die den Kongress wissenschaftlich begleitet hat, forscht intensiv zum Thema: „Die BGF muss sehr eng mit den Mitarbeitenden abgestimmt sein. Als Erstes muss man bei ihnen nachfragen: Was wünscht ihr euch an Gesundheitsförderung im Betrieb?“ In dieselbe Kerbe schlägt MMag. Dr. Christian Lagger MBA, Geschäftsführer des Krankenhauses der Elisabethinen Graz, der darauf hinwies, dass „es Aufgabe der Verantwortlichen für die Betriebliche
Gesundheitsförderung ist, dafür zu sorgen, dass die Maßnahmen bei den Mitarbeitenden ankommen und tatsächlich lebbar sind.“

In den Workshops vertieften sich die Teilnehmenden je nach Interessen und beschäftigten sich unter anderem mit dem salutogenen Potential von Arbeit, der „Lebenswerkmethode“, der Führung von sich selbst und von Mitarbeitenden, oder lernten den Alphalauf kennen.

Das 1. Elisabethinische Pflegesymposium war ein Ausdruck der Zusammenarbeit der Elisabethinen Graz, Linz und Wien. Diese wurde bereits in der gemeinsamen Übernahme des Mehrheitsanteils am Kurhaus Marienkron sichtbar. Das traditionsreiche Kurhaus im Nordburgenland bot mit seiner Gesundheitsorientierung den idealen Rahmen für den Kongress.

Der Kern des Symposiums, nämlich wahrgenommene Verantwortung für Gesundheit sowohl für die Patienten, als auch für die Mitarbeitenden, ist essentieller Inhalt der elisabethinischen Qualität.

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